25.05.2005

ERNEUT

Kritik an Googles Bücher-Digitalisierung

Googles Plan zur Digitalisierung von Büchern hat neue Kritiker auf den Plan gerufen.

Die Association of American University Presses [AAUP] hat eine Stellungnahme eingefordert, wie Google bei dem Projekt genau ihr Copyright schützen will.

Zudem befürchten die darin vertretenen nicht kommerziellen Anbieter von akademischen Journalen und Schulbüchern Einbußen beim Absatz.

Die Vereinigung bat Google um Antworten auf 16 Fragen, die eine Klärung über den Schutz des Copyrights durch Google liefern sollen.

Zwei Herausgeber haben bei Google bereits angefragt, weil sie in das Projekt nicht eingebunden werden möchten, bekamen laut AAUP aber bisher keine Antwort.

"Fair Use" oder nicht

Google scannt von drei Universitäten Bücher ein - Harvard, Michigan und Stanford. Alle drei Unis treten auch als Herausgeber auf und sind mit den jeweils zuständigen Abteilungen in der AAUP vertreten - entsprechend gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass die AAUP Google klagen könnte.

Google scannt auch Bücher aus zwei Bibliotheken in New York und Oxford, von dort werden allerdings nur Arbeiten gescannt, die nicht mehr einem Urheberrecht unterliegen. Laut Google erfüllt sein Programm die Kriterien der US-Gesetze zum Fair Use.

Die AAUP ist dennoch besorgt über das Projekt, so Vorsitzender Peter Givler. Je mehr Gespräche mit den Anwälten laufen würden, desto mehr Fragen kämen auf, die Google bisher offenbar nicht befriedigend beantworten konnte.