Aus Public Netbase wird "Netbase!"
Die Netzkultur-Initiative Public Netbase wird sich, nach jahrelangem Kampf gegen Förderungskürzungen und zuletzt der vorläufigen Stilllegung, unter dem geänderten Namen "Netbase!" neu positionieren.
In einem kleineren Lokal in der Neustiftgasse 17 in Wien-Neubau soll ein "offener Raum" entstehen, der "für kulturellen Austausch und künstlerisches Arbeiten zur Verfügung steht", hieß es am Dienstag in einer Aussendung.
Das sei ein "Versuch, mit der Situation produktiv umzugehen".
Der Bund zahlt seit heuer keine Subventionen mehr an Public Netbase. Von diesem hat die stark regierungskritische Public Netbase nach eigenen Angaben zuletzt für das Jahr 2004 35.000 Euro erhalten. Von der Stadt bekommt die Initiative 218.000 Euro Förderung.
Netbase!Die Netzkultur-Initiative beschäftigt sich auch weiterhin kritisch mit Fragen der technologischen Kontrollgesellschaft, semiotischer Demokratie, geistigem Eigentum und dem freien Zugang zu Information und Bildung, hieß es in der Aussendung.
Von der "Netbase!" nicht wieder aufgenommen wird das zuletzt eingestellte Internetproviding, ebenfalls nicht mehr am Programm stehen die regelmäßigen Workshop- und Seminarangebote.
"Die Situation ist für das verbleibende Team unverändert schwierig", so Leiter Konrad Becker. "Doch die Bedeutung unabhängiger Medienkulturarbeit ist wichtiger denn je und uns allen daher eine große Motivation."
