Die neuen Aufsichtsräte für die TA
Die Aktionäre der börsennotierten Telekom Austria [TA] werden bei der für diesen Mittwoch angesetzten Hauptversammlung über zwei zusätzliche Aufsichtsräte abstimmen.
Neu in das von acht auf zehn Mitglieder anwachsende Kontrollgremium sollen Investkredit-Generaldirektor Wilfried Stadler und Miba-Geschäftsführer Peter Mitterbauer kommen.
Die Staatsholding ÖIAG habe einen entsprechenden Antrag zu deren Wahl gestellt, teilte die TA auf ihrer Homepage mit. Der Wunsch entspreche dem Kodex für gute Unternehmensführung und korreliere mit der Ausweitung des Tätigkeitsfeldes der TA in Südosteuropa, erläuterte ÖIAG-Sprecherin Anita Bauer die beantragte Aufstockung des Aufsichtsrats.
Mit einem größeren Aufsichtsrat sei es auch leichter, Ausschüsse zu bilden. Mit Stadler und Mitterbauer sei die Wahl auf zwei "renommierte Experten des Wirtschafts- und Finanzbereichs" gefallen.
Stadler war zuerst im familieneigenen Unternehmen tätig, später wirtschaftspolitischer Referent im Österreichischen Wirtschaftsbund und ist seit 1987 bei der Investkredit. Mitterbauer arbeitet seit dem Studium im familieneigenen Unternehmen. Daneben war er langjähriger Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung. Stadler und Mitterbauer sitzen zudem in diversen Aufsichtsräten und Beiräten.
Die Themen der HauptversammlungStadler sieht kein Problem
Zu den Tätigkeiten Stadlers gehört auch der Aufsichtsratsvorsitz bei der Rundfunk- und Regulierungsbehörde RTR, die unter anderem über die Marktregulierung der TA entscheidet.
Er selbst sieht keine Unvereinbarkeit der beiden Tätigkeiten. Der Aufsichtsrat der RTR sei laut Geschäftsordnung explizit nicht für inhaltlich-regulatorische oder die Bestellung der Geschäftsführung für den Telekom- und Medienbereich zuständig, sondern rein für finanztechnische Fragen, so Stadler. Er sei dort als "Finanzmann" gefragt.
Die inhaltliche Vereinbarkeit der beiden Funktionen habe er im Vorfeld auch mit der Staatsholding ÖIAG abgeklärt.
Weiters soll auf der HV am Mittwoch über eine Änderung der Ermächtigung des Vorstands zum Aktienerwerb abgestimmt werden, heißt es in der Tagesordnung zur HV weiter.
Der Vorstand kann demnach künftig während einer Geltungsdauer von 18 Monaten Stückaktien zu einem niedrigsten Gegenwert von neun und einem höchsten Gegenwert von 21 Euro pro Aktie erwerben. Bisher lag der Höchstwert bei 18 Euro.
Neue Aufsichtsräte für die Telekom Austria
