23.05.2005

CMOS IS BACK

Technologiewechsel bei Digicams

Die digitale Kamerawelt steht technologiemäßig vor einem Umbruch: Zwei konkurrierende Technologien wechseln ihre Plätze, der kleine Bruder überholt den großen.

Beim elektronischen Aufnehmen von Bildern gibt es seit langem zwei Technologien: CMOS [Complementary Metal-Oxide Semiconductor] und CCD [Charge-Coupled Device]. Letztere war stets hochwertigen Video- und Digitalkameras vorbehalten, während CMOS in billigen Geräten zum Einsatz kam.

CCD hat einen entscheidenden Vorteil: Das Verhältnis von Signalintensität zu Hintergrundrauschen [Signal to Noise, S/N] ist weitaus größer als bei anderen Technologien. Das erlaubt es, die aufnehmenden Bildpunkte am Bildchip entsprechend eng zu packen.

Technologiewandel bei CMOS

CMOS hingegen, früher nur in Billiggeräten und Kamerahandys eingesetzt, kann in alten Produktionsanlagen für Speicherchips hergestellt werden, verbraucht wenig Strom und kann leichter auf einem einzigen Chip integriert werden.

Durch den Kostendruck, ausgelöst vor allem durch Kamerahandys, wurden die Forschungsarbeiten im CMOS-Bereich intensiviert. Mittlerweile gibt es CMOS-Chips, die eine gleiche Pixelgröße wie ihre CCD-Pendants aufweisen.

So hat Sony, bis dato einer der größten CCD-Verfechter, einen hochwertigen CMOS-Chip entwickelt, der im neuen Camcorder DCR-PC1000 verbaut wird. Auch Nikon greift auf die Sony-Technologie zurück - in seiner High-End-Spiegelreflexkamera D2X.