Fake-MP3s verleiden P2P-Nutzung
Das Geschäft mit legalen Musik-Downloads kommt zunehmend in die Gänge, die Kassen klingeln immer öfter.
Zwar führt der schnellste und billigste Weg zu einem Musikstück in Digitalqualität nach wie vor über illegale Tauschbörsen. Doch immer mehr Internet-Surfer sind bereit, für offiziell lizensierte Angebote der Musikindustrie Geld auszugeben.
Axel Garbers, Experte für digitale Medien des IT-deutschen Branchenverbandes Bitkom, sieht den Markt mittlerweile ganz klar auf dem aufsteigenden Ast.
Denn Virengefahr, leere oder falsche Dateien in Tauschbörsen machen die kostenlosen Angebote des Internet-Schwarzmarkts zunehmend unbequem.
Allein in Deutschland werden Internet-Nutzer 2005 für das Herunterladen kostenpflichtiger Inhalte eine geschätzte halbe Milliarde Euro ausgeben.
Zahlungsbereitschaft für Downloads steigt400 Mio. Songs 2004 verkauft
Weltweit wurden im vergangenen Jahr mehr als 400 Mio. Songs verkauft.
Download-Pionier Apple hat der Branche mit seinem iTunes Music Store international gezeigt, wie man sich mit einem guten Konzept auch gegen den kostenlosen grauen Markt durchsetzen kann.
Weltweit werden die Preise langsam günstiger, die Anbieter variieren dabei je nach Nachfrage und Aktualität.
Freilich halten die unterschiedlichen Bedingungen der vielen verschiedenen Shops - welcher Kopierschutz eingesetzt wird, in welchem Format der Song angeboten wird, wie oft und auf wie viele Geräte die Musik übertragen oder auf CD gebrannt werden kann - viele Nutzer nach wie vor vom Online-Kauf ab.
Die 800.000 bei Apple zur Verfügung stehenden Titel werden zwar ebenfalls nur im Format AAC angeboten, die neben dem Rechner nur der hauseigene iPod abspielen kann. Doch lassen sich die AAC-Files mit iTunes auch in andere Audioformate wandeln und auf CD brennen.
Apple legt iTunes-Songs nun Videos beiTauschbörsen zu mühsam
Doch der Download in Tauschbörsen ist vor allem Nutzern, die sich nicht zu Netz-Profis zählen, mittlerweile zu kompliziert.
Waren zu Beginn der Tauschbörsen-Ära noch alle Nutzer bei einem P2P-Anbieter versammelt und dort alles zu haben, muss man seither in regelmäßigen Abständen den Anbieter wechseln, da sich das Angebot immer wieder verlagert.
Viele Gelegenheitsnutzer haben dabei ob der Vielzahl der Tauschbörsen-Angebote längst den Überblick verloren.
Auch wird die Zahl gezielter Störangebote immer größer und damit steigt der Zeitaufwand, bestimmte Musikstücke zu erhalten.
Indes machen es die kommerziellen Anbieter immer einfacher, Musiktitel mit einem Klick Musik legal zu erwerben.
Sie haben ihre Angebotspalette deutlich verbessert und Mainstream-Kunden dürften dort inzwischen überwiegend fündig werden.
Der Plattenladen sperrt deshalb aber noch lange nicht zu: Die weitaus meisten Musik-CDs und -DVDs werden noch auf Jahre hinaus klassisch gepresst im Musikgeschäft und im Versandhandel verkauft.
Wal-Mart brennt Wunsch-CD
