20.05.2005

IM VISIER

Big Brother in US-Unternehmen

Die meisten US-Arbeitnehmer müssen damit rechnen, dass der Chef ihre E-Mails liest, ihre Telefonate aufzeichnet und genau verfolgt, wie viel Zeit sie auf welchen Sites im Internet verbringen.

Das ergab eine Studie über elektronische Überwachung, die von der American Management Association und dem ePolicy Institute durchgeführt wurde.

Demnach gaben 51 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz mittels Videokamera im Visier zu haben.

Mitlesen der E-Mails bis GPS-Ortung

Die eingsetzten Methoden sind unterschiedlich. 36 Prozent der Firmen verfolgen den Inhalt von Websites und messen die Anschläge auf der Tastatur und die Zeit, die täglich vor dem Computer verbracht wird.

55 Prozent der Unternehmen lesen die E-Mails der Mitarbeiter. Außerdem zeichnen 19 Prozent der US-Firmen die Telefongespräche der Angestellten auf.

Immerhin fünf Prozent der befragten Firmen nutzten GPS, um den Aufenthaltsort ihrer Mitarbeiter genau bestimmen zu können.

Nicht alle Mitarbeiter werden von der Chefetage über die Spionage informiert. Etwa 20 Prozent der Firmen überwachen ihre Angetellten ohne deren Wissen.