17.05.2005

ABRECHNUNG

Ex-Mitarbeiter sabotieren Firmennetze

Nach genauer Analyse der Fälle der letzten sechs Jahre kamen die Prüfer zu dem Schluss, dass es sich in den meisten Fällen um Racheaktionen ehemaliger Mitarbeiter, und hier vor allem aus dem technischen Bereich, handelte.

Die verärgerten Ex-Angestellten schrecken dabei vor nichts zurück. Sie lassen wichtige Unterlagen samt Back-ups verschwinden, starten gezielte Attacken auf das Firmennetzwerk oder schleusen Fehlinformationen oder gar Pornografisches auf die Website ein.

Täter bereits früher auffällig

Auslöser für den Rachfeldzug des verärgerten Mitarbeiters ist ein negatives Erlebnis im Job. In zwei Drittel der Fälle ist das offenbar die Kündigung, doch über ein Drittel der Insider-Angreifer sind zur Zeit ihres Vorhabens noch im Unternehmen tätig.

Insgesamt sind die Angriffe keineswegs Spontanaktionen, so das Institut. Die Vorfälle seien allesamt zu verhindern bzw. die Auffälligkeiten des Täters früh zu erkennen gewesen.

In den meisten Fällen wurden dem späteren Täter bereits bei früheren Vorfällen die Zugriffsrechte entzogen.

Die Mehrheit der Attacken wurden zwar von Insidern, jedoch nicht aus dem Bürokomplex, sondern aus der Ferne und außerhalb der Bürozeiten gestartet.

Jeder Dritte wird handgreiflich

Doch nicht nur Ex-Mitarbeiter rächen sich an ihrem Vorgesetzten gerne durch Attacken auf Netzwerke und Rechner.

Immer mehr Menschen brüllen ihre Computer an, sie schimpfen und fluchen, einige schlagen und treten auch nach ihnen. Das zeigt eine deutsche Befragung.

Und sie sind dabei nicht in der Minderheit, denn zwei Drittel sind ihrem Computer gegenüber schon einmal laut geworden, wenn dieser mit Fehlermeldungen nervt.

Und über 30 Prozent haben zumindest schon nach der Maus geschlagen. Immerhin 1,5 Prozent der Befragten gaben zu, gleich den ganzen Monitor vom Tisch gestoßen oder den PC absichtlich fallen gelassen zu haben.