Quantenkrypto-Chip aus Seibersdorf
Ein von den Austrian Research Centers [ARC] und der TU Graz sowie Siemens entwickelter Chip für den kommerziellen Einsatz der Quantenkryptographie ist fertig.
Der Bauteil liegt derzeit als Prototyp vor und wurde in ein Laborgerät integriert. Das System soll bei Projektpartner Siemens demnächst den Testbetrieb aufnehmen, hieß es dazu seitens ARC. Ziel ist es, ein fertiges System für sichere Datenkommunikation zu realisieren.
Der nun fertiggestellte Bauteil soll die ganze Elektronik rund um die Quantenverschlüsselung abwickeln. Nur die verschränkten Lichtteilchen werden von einer externen Quelle bezogen, aus ihnen erzeugt der Chip dann die eigentlichen Schlüssel.
Der Prototyp ist laut ARC der weltweit erste Sicherheitschip für Quantenkryptographie. Er soll den Bau von Geräten mit Quantenkryptographie vereinfachen und damit der Industrie zugänglich machen. Zudem soll er auch in Netzwerken mit hohen Datenmengen funktionieren.
Die Entwicklung wurde im Rahmen eines nationalen Forschungsprojektes von der Forschungsförderungsgesellschaft [FFG] unterstützt.
Die Grundlagen für die Entwicklungen lieferte der Wiener Quantenphysiker Anton Zeilinger. Bereits 2004 präsentierte der Wissenschaftler in Wien die erste Banküberweisung mit Quantenkryptographie.
(APA)
