Dietiwag.org für Mitarbeiter gesperrt
Mitarbeiter der Tiroler Wasserkraft AG [TIWAG] haben von ihrem Arbeitsplatz aus keinen Zugriff mehr auf die Website des TIWAG-Kritikers Markus Wilhelm. Das wurde als "Aktion zum Schutz der Mitarbeiter" vom Vorstandsvorsitzenden Bruno Wallnöfer veranlasst.
Wallnöfer erklärte in der Samstag-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung", dass es nicht mehr zumutbar sei, dass die Mitarbeiter während der Arbeitszeit "dem völligen Unsinn" der Website ausgesetzt seien.
Die Aktion sei dem Betriebsrat mitgeteilt worden. Es habe keine Proteste gegeben.
Zu dem Rechtsstreit des Landesenergieversorgers gegen den TIWAG-Kritiker war es gekommen, nachdem Wilhelm auf seiner Website Details über die Cross-Border-Leasing-Geschäfte der landeseigenen TIWAG mit US-Investoren veröffentlicht hatte.
Auf Druck der Tiroler Wasserkraft wurde seine alte Website dietiwag.at aus dem Netz genommen. Daraufhin änderte Wilhelm seine Internet-Adresse und ist seither unter dietiwag.org online.
Erfolg für TIWAG-Kritiker vor GerichtKeine Schließung der Site
Mit einer einstweiligen Verfügung erreichte die TIWAG, dass der Provider des Kraftwerksgegners kreditschädigende Aussagen aus dem Internet nehmen musste.
Einem weiteren Antrag der TIWAG, die beanstandete Site gänzlich zu sperren, war hingegen nicht stattgegeben worden.
