10.05.2005

VERWUNDBAR

Firefox kämpft mit Sicherheitsproblemen

Seit seinem Erscheinen im Herbst 2004 gräbt der Open-Source-Browser Firefox dem alteingesessenen Internet Explorer sukzessive Marktanteile ab. Weit über 50 Millionen Mal wurde der schlanke Browser bis dato aus dem Netz geladen.

Doch stand der Internet Explorer von Microsoft ständig wegen seiner zahlreichen Sicherheitslücken in der Kritik, machen solche nun auch der quelloffenen Konkurrenz das Leben schwer.

Die Mozilla Foundation arbeitet derzeit unter Hochdruck daran, zwei kritische Sicherheitslücken im Open-Source-Browser Firefox auszumerzen.

Deaktivierung von Javascript empfohlen

Die am Wochenende aufgetauchten Schwachstellen wurden als "extrem kritisch" eingestuft, laut den dänischen Sicherheitsexperten von Secunia sind zudem erste Exploits aufgetaucht.

Das erste Problem betrifft "Iframe"-Javascript-URLs, über das manipulierte Websites Cookie-Informationen von zuvor besuchten Websites abfragen kann. Über eine zweite Lücke in "InstallTrigger.install()" könnte sich schädlicher Code Nutzerrrechte auf dem betroffenen PC verschaffen.

Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt die Mozilla Foundation daher die Deaktivierung von Javascript.

Mit Nutzerzahl steigt Gefahr

Zuletzt wurden Ende März drei gravierende Sicherheitslücken in Firefox mit der Version 1.02 geschlossen.

Doch das aktuelle Problem und vor allem die Zeitspanne, die Mozilla für die Veröffentlichung eines Patches benötigt, heizen die Diskussion über den Sicherheitsvergleich zwischen Firefox und dem Internet Explorer von Microsoft erneut an.

Kritiker gehen davon aus, dass mit steigender Nutzung von Firefox zwangsläufig mehr Angreifer nach Schwachstellen suchen und diese auch ausnutzen.