Bertelsmann zurück zu Buchklub-Wurzeln
Der Medienkonzern Bertelsmann will den US-Musik- und -DVD-Klub Columbia House kaufen. Das berichtet das "Wall Street Journal Europe".
Bertelsmann sei bereit, 400 Millionen Dollar [312 Mio. Euro] für das Unternehmen zu zahlen, so die Zeitung. Ziel sei die Fusion mit seiner eigenen Vertriebstochter BMG Direct.
Beide Klubs haben jeweils rund acht Millionen Kunden und sehen sich einer zunehmend härter werdenden Konkurrenz unter anderem durch das Herunterladen von Inhalten aus dem Internet ausgesetzt.
Columbia House gehört überwiegend dem Investmentfonds Blackstone. Der japanische Sony-Konzern und der US-Medienriese Time Warner, die früheren Columbia-Besitzer, halten noch eine Beteiligung von 7,5 Prozent an der Gesellschaft. Diese würden sie der Zeitung zufolge an Bertelsmann abgeben.
Columbia HouseMindestabsatz
Mit der Mitgliedschaft in einem Buchklub soll den Abonnenten mittels kommentierter Kataloge und Empfehlungen die Auswahl aus der Fülle an Büchern, Musik und DVDs erleichtert werden.
Die Mitgliedschaft ist kostenlos, doch die Kunden müssen sich verpflichten, eine gewisse Menge an Produkten in einem bestimmten Zeitraum zu erwerben.
So werden Neukunden des Columbia-Medienklubs mit fünf DVDs für jeweils 49 Cent angeworben, verpflichten sich aber gleichzeitig, während der folgenden zwei Jahre weitere fünf DVDs zum regulären Preis von 20 Dollar plus Zustellkosten zu erwerben.
