Androsch sieht gute Zeiten für AT&S
Hannes Androsch, Kernaktionär des Telekom-Zulieferers AT&S, schließt einen Börsenwechsel für den steirischen Leiterplattenhersteller nicht aus.
Die Übersiedlung nach Wien nach einer möglichen Abwanderung aus Frankfurt sei nur eine der Möglichkeiten, "es gibt aber mehr als zwei Börsen in der Welt", so Androsch, der beispielhaft Zürich nannte.
Die Aktie des Wiener Internet-Wettenanbieters betandwin, an dem er 12,5 Prozent besitzt, hält Androsch trotz des jüngsten Höhenflugs für "nicht überbewertet".
Dagegen halte er die Papiere von AT&S, die derzeit bei etwa elf Euro notieren, für "unterbewertet". Im heurigen Jahr wird das Wachstum bei den Mobiltelefonen zehn Prozent überschreiten, "und wir werden daran sicherlich teilhaben".
Der derzeitige Tiefststand des Kurses sei auf die Unsicherheit über den AT&S-Großkunden Siemens [Handy-Sparte] und die schlechte Stimmung in Deutschland zurückzuführen.
Siemens-Handysparte wird ausgegliedertKein Gewinn für betandwin
Mit einem Nettogewinn im laufenden Jahr rechnet betandwin-Aufsichtsrat Androsch mit Hinweis auf die hohen Werbe- und Marketingkosten nicht. Laut Androsch wird das Unternehmen im ersten Quartal plangemäß einen Umsatz von 440 Mio. Euro vermelden.
