Religiöser Spam nach Papst-Ablöse
Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. und der Ernennung seines Nachfolgers Benedikt XVI. überflutete im April eine Welle von Spam-Mails mit religiösem Inhalt E-Mail-Postfächer weltweit. Das belegt eine Studie von Email Systems, einem Hersteller von Spam-Filtersystemen.
Demnach enthielt der Betreff jeder zehnten unerwünschten E-Mail im vergangenen Monat Stichworte, die im Zusammenhang mit dem verstorbenen oder dem neu gewählten Papst standen.
"Die unheilige Dreifaltigkeit - bestehend aus Porno, Medizin und Betrug - hat durch die Zunahme der religiösen Mails eindeutig an Boden verloren", so die Analyse eines Mitarbeiters von Email Systems.
Für signierte Bücher und Autogrammkarten des neuen Papstes Benedikt XVI. werden im Internet derzeit teilweise Rekordpreise bezahlt, sein altes Auto wird derzeit bei eBay versteigert.
Zugriffszähler bei eBay drehte durchDevotionalien im Angebot
Angeboten wurden den Empfängern in den Spam-Mails unter anderem Biografien und Hörbücher von Papst Johannes Paul II. sowie Papstfiguren. Andere baten um Spenden für den Bau einer Kathedrale zum Andenken an den Verstorbenen.
Die Tatsache, dass sich die Versender der unerwünschten Post an saisonalen Gegebenheiten orientieren, ist kein neues Phänomen.
Da Spam-Filter meist nur nach auffälligen und häufigen Worten wie zum Beispiel Viagra suchen, bleiben Nachrichten mit neuen Themen seltener hängen und können tatsächlich im Posteingang des Empfängers landen.
