27.04.2005

AB 2006

Neuer Supercomputer erforscht Urknall

Die niederländische Astronomievereinigung ASTRON hat ein neues System für die Erforschung des Weltalls vorgestellt.

Das System aus einem Netzwerk von Radioantennen und dem IBM-Supercomputer "Blue Gene" wird im Rechenzentrum der Universität von Groningen in den Niederlanden ab 2006 Erkenntnisse über den Ursprung des Universums ermitteln.

Das System soll riesige Datenmengen berechnen und analysieren, die es von rund 25.000 Radioantennen des Netzwerks erhält.

Mit einer Leistung von 27,4 Tera-FLOPs [Billionen Rechenschritte in der Sekunde] würde er nach IBM-Angaben in der weltweiten Liste der "Top 500" derzeit auf dem vierten Platz rangieren.

"Ökonomische" 150 Kilowatt

Die Anlage wird Signale, die sie aus einer Entfernung von bis zu 13 Millionen Lichtjahren empfängt, auswerten und analysieren. Dabei fallen laut Angaben bis zu 800 Gigabit an Daten pro Sekunde an.

Der Rechner selbst besteht aus 12.000 PowerPC-CPUs und verbraucht laut Angaben 150 Kilowatt Strom - das gleiche wie 2.500 60-Watt-Birnen. Das sei für einen Supercomputer ökonomisch, so IBM.