China geht gegen Videoportale vor
Blacklist und Verwarnungen veröffentlicht
In ihren Bestrebungen nach mehr Kontrolle im Netz haben die chinesischen Behörden am Donnerstag eine Blacklist mit 25 Videoportalen veröffentlicht, die ihren Betrieb einstellen sollen, und einige weitere Betreiber verwarnt. Aufstrebende chinesische Videoportale wurden zuletzt offenbar verstärkt für US-Risikokapitalgeber interessant, die auf der Suche nach dem nächsten YouTube sind.
Eine Warnung, pornografische, gewalttätige und politische Inhalte einzuschränken, erhielt unter anderem das Videoportal Tudou.com, das von Granite Global Ventures, IDG China und Jafco finanziert wird. Tudou-Nutzer laden täglich rund 40.000 neue Videos auf die Plattform, so das Unternehmen. Nun sollen die Filtermaßnahmen verbessert werden.
Peking erklärte Ende letzten Jahres, dass nur staatliche und staatlich kontrollierte Unternehmen sich für die Lizenz zum Online-Streaming von Videos bewerben dürfen. Die nun herrschende unklare Rechtslage könnte sich auf künftige Investitionen durchaus abschreckend auswirken.
Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Peking ist China derzeit besonders mit der "Säuberung" seines offiziellen Auftretens beschäftigt.
(AP)
