Dell setzt beim Einkauf auf China

einzelteile
20.03.2008

Wird dort 2008 23 Mrd. Dollar ausgeben

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell plant, zur Kostensenkung künftig mehr Computereinzelteile in China zu kaufen.

Das Unternehmen wird seinem Chef Michael Dell zufolge dieses Jahr für 23 Milliarden Dollar [rund 15 Mrd. Euro] Vorprodukte in China kaufen. 2009 sollen die Ausgaben in China auf rund 19 Milliarden Euro steigen.

Qualität und Marke weniger wichtig

"China ist für Dells weltweite Beschaffungskette von entscheidender Bedeutung", sagte Dell am Donnerstag bei einer Veranstaltung in der Volksrepublik.

Durch die zunehmende Standardisierung von Computer-Hardware herrsche heute vor allem Preiswettbewerb. Qualität und Marke seien weniger wichtig. Die günstige Produktion in China sei für viele Produkte wie elektronische Einzelteile daher besonders geeignet.

Kostensenkungen sollen Dell angesichts der in den USA drohenden Rezession helfen. Die Hersteller von Hardware wie Dell, Cisco und Hewlett-Packard könnte ein wirtschaftlicher Abschwung besonders stark treffen. Dell macht rund die Hälfte seines Umsatzes auf dem Heimatmarkt in den USA.

(Reuters)