Lautlose Handytelefonie rückt näher
Die lautlose Handytelefonie rückt offenbar in greifbare Weite.
Die Forschungsabteilung des US-Militärs, die DARPA, unterstützt Forschungsarbeiten, die auch nicht hörbar gesproche Sprache erkennen soll.
Das Projekt Advanced Speech Encoding zielt darauf ab, dass an Stelle eines Mikrofons Sprache anhand der Aktivitäten der Muskel und der Nerven des Sprechers erkannt wird.
Ein in Entwicklung befindliches System des Worcester Polytechnic Insitute basiert auf dem Tuned Electromagnetic Resonator Collar [TERC], ein Sensor, der um den Hals getragen wird.
Mit der gleichen Technologie, die auch für Magnetresonanz entwickelt wurde, erkennt der Sensor anhand der Veränderungen der Spannungen Veränderungen der Stimmbänder und damit der Glottis.
TERCAntwort per Computerstimme
Das Ames Lab der NASA will mit Elektroden rund um den Kehlkopf [Electromyographic Sensors] an den dort liegenden Nerven etwaige Sprache ablesen können. Dort wird jene Sprache registriert, die entsteht, wenn jemand für sich selbst etwas liest, ohne dass er dabei laut spricht.
Beide Systeme wandeln die erkannte Sprache per Computer in hörbare Worte um, die andere Person hört also eine artifizielle Stimme.
Forschungsprojekte der DARPA zielen grundsätzlich immer darauf ab, den Soldaten im Feld das Agieren zu vereinfachen, so sollen versteckte Missionen, Teams in sehr lauten Fahrzeugen und Taucher von den Systemen profitieren.
Einen Schritt weiter gehen die Forscher des japanischen Mobilfunkproviders NTT DoCoMo: Sie wollen alle fünf Sinne in die Handytelefonie integrieren.
Handytelefonie soll lautlos werdenSoundsystem ohne Sound
Der Erfinder Elwood Norris bekam nun für seine Erfindung, die Töne auch ohne Sound hörbar macht, den begehrten und mit 500.000 Dollar dotierten jährlichen Lemelson-MIT Preis.
Sein HyperSonic Sound System erzeugt einen gezielten Tonstrahl, der außerhalb der menschlichen Hörfähigkeit liegt. Sobald der Sender aber auf eine Person gerichtet wird, hört diese Person den Ton als würde dieser im eigenen Kopf erzeugt werden.
Für Norris hat seine Erfindung eine Reihe an Anwendungsmöglichkeiten, wie in Autos und Flughäfen aber auch zu Hause. "Stellen Sie sich vor, ihre Frau will fernsehen, aber Sie wollen ein Buch lesen."
Eine andere Erfindung von ihm, der AirScooter, soll demnächst Privatpersonen in die Luft gehen lassen.
Ein Luftmoped für den Stadtverkehr
