Positive Stimmung für die Marke eBay
Was den Einfluss auf das Konsumentenverhalten betrifft, nähert sich Internet-Werbung immer mehr dem Stellenwert von TV- und Radio-Spots an. Aus diesem Grund wird es für Unternehmen immer wichtiger, wie ihre Marke im Netz wahrgenommen wird.
Das britische Netz-Monitoring-Unternehmen Envisional hat die Prominenz großer Brands im Netz untersucht und versucht, mit dem DEX-Index deren Popularität abzubilden.
Dabei werden nicht nur die Werbeauftritte eines Unternehmens gezählt, sondern auch jegliche Erwähnung in Nachrichtenportalen, Diskussionsforen und Weblogs. Der Beliebtheitsgrad wird dann ermittelt, indem untersucht wird, ob die Erwähnung einer Marke in negativem oder positivem Kontext erfolgt ist.
In einer aktuellen Erhebung wurde dabei eBay zum Sieger gekürt, zwar nicht in der Häufigkeit der Erwähnung, wohl aber in der positiven Wahrnehmung.
In einer Umfrage des Online-Magazins Brandchannel ist Apple zur weltweit einflussreichsten Marke des Jahres 2004 gewählt worden. Dabei ging es aber rein um den Einfluss der Brand auf das tägliche Leben der Befragten, das Vorkommen im Netz wurde nicht berücksichtigt.
Apple weltweit wichtigste MarkeMicrosoft am prominentesten
Das häufige Vorkommen einer Marke im Netz hängt dabei aber keineswegs mit der positiven Wahrnehmung zusammen. Die fünf prominentesten Brands, also die mit den meisten Erwähnungen, werden angeführt von Microsoft. Dahinter kommen Google, Yahoo, Sony und Hewlett-Packard [HP].
Nur einer dieser Marken scheint auch in den Top Fünf der beliebtesten Brands auf, nämlich HP [Platz zwei]. Die positivste Wahrnehmung fällt in diesem Ranking auf eBay, die Ränge drei bis fünf nehmen Dell, Mini und UPS ein.
Die Liste der Brands, die vor allem mit negativen Empfindungen wahrgenommen werden, wird vom Fastfood-Riesen McDonald's angeführt. Dahinter sind Coca Cola, Wal-Mart, Nestle und Unilever gereiht.
Online-Werbung wächst weiter
Laut einer Studie von eMarketer betrugen die Gesamtausgaben der
US-Werbewirtschaft 2004 rund 264 Milliarden Dollar, 9,5 Milliarden
Dollar oder 3,6 Prozent flossen davon in den Online-Bereich.
Gute Aussichten für Online-WerbungEigene Suchmaschine
Google etwa war die am zweitöftesten genannte Marke im Netz, kam jedoch weder in den Top 20 der "Beliebten" noch der "Unbeliebten" vor.
Die Erhebung wird von Envisional mit einer selbst entwickelten "Discovery Engine" durchgeführt, die laut eigenen Angaben eines der genauesten textbasierten Such-, Filter- und Klassifizierungs-Tools ist. Das System kann am Tag Zehntausende Websites durchsuchen.
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