Das deutsche Web ist standardlos
Laut einer aktuellen Erhebung werden im deutschsprachigen Web die Webstandards des W3C nur von einem geringen Teil der Websites eingehalten.
Wie Website-Validator Validome berichtet sollen nur 3,9 Prozent diesen Standards entsprechen. Dafür verfügen über 15 Prozent über eine "favicon.ico" Datei, deren Inhalt als kleines Icon in den Bookmarks oder Favoriten angezeigt wird. Ein Drittel hat auch eigene Robots.txt-Dateien für Suchmaschinen.
Bei den TLDs [Top Level Domains] führt die Endung ".de" mit 72 Prozent Anteil an den untersuchten Domains deutlich vor der Schweiz mit 8,5 Prozent und .com mit 7,6 Prozent Gesamtanteil.
Österreich folgt mit ".at" und 5,65 Prozent auf Platz fünf. Über den tatsächlichen Anteil an aktiven .at-Domains wurden keine Erkenntnisse gewonnen.
Insgesamt wurden über 300.000 Webpräsenzen untersucht, die aus dem freien Webverzeichnis "Open Directory Project" entnommen wurden.
Die Charts zur UntersuchungApache weit vor Microsoft
Auf der Technologieseite zeigte sich, dass der freie Webserver Apache bei den deutschsprachigen Websites mit über 80 Prozent Marktanteil unangefochten führt, so Validome. Microsoft-Server kommen auf knapp über zehn Prozent Marktanteil.
Bei den Websites selbst führt JavaScript klar, auf fast 44 Prozent aller deutschsprachigen Seiten findet sich entsprechenden Code. Flash folgt auf Position zwei mit einem Anteil von sechs Prozent gefolgt von Java-Applets auf 1,46 Prozent der Websites.
Den 316.396 untersuchten Domains stehen laut Validome 72.307 unterschiedliche IP-Adressen gegenüber, das entspricht 4,37 Webauftritten pro IP.
Der Rekord lag, so das Unternehmen, bei 6.698 [der untersuchten] Domains auf einer IP-Adresse.
