Mitarbeiter unter ständiger Beobachtung
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstitutes Mummert und Inworks.
Den Grund für die interne Überwachungswut sehen die Analysten in einer erhöhten Sensibilisierung der Unternehmen durch schwere Angriffe in der Vergangenheit.
Hinter mehr als jedem vierten Sicherheitsverstoß werden die eigenen Mitarbeiter vermutet. Die Absicherung gegen Datenklau und -missbrauch hat daher an Priorität gewonnen.
Jedes zweite Unternehmen prüft E-Mail-Verkehr
In Österreich überwacht nach einer Umfrage von Hitachi Data
Systems jeder zweite Betrieb den kompletten E-Mail-Schriftverkehr
seiner Mitarbeiter routinemäßig. 20 Prozent der österreichischen
Unternehmen führen gar keine Kontrollen durch, behalten sich diese
Möglichkeit allerdings für die Zukunft vor.
Halb Österreich wird im Büro überwachtMehr Nutzungsvereinbarungen
Hatte 2003 nur jeder dritte befragte Arbeitnehmer eine Vereinbarung über die private Nutzung des Internets mit seinem Arbeitgeber, sind es in diesem Jahr mehr als die Hälfte.
Nur jeder Vierte ist sich zudem sicher, dass keine Überwachung am Rechner stattfindet. Laut Mummert sind die Unternehmen beim Datenschutz jedoch vorsichtig. Steckt ein Spion im Rechner, werden in fast 75 Prozent der Fälle die Mitarbeiter informiert.
Bei den Arbeitnehmern ist die Akzeptanz der Überwachung überraschend hoch. Die Mehrheit der Befragten [56 Prozent] hat Verständnis dafür, dass ihr Arbeitgeber mit Überwachungsprogrammen arbeitet.
