"Moore's Law" - eigentlich von Engelbart
Der Chiphersteller Intel sucht derzeit bekanntlich nach einer Originalausgabe der Zeitschrift aus dem Jahr 1965, in der das berühmt gewordene "Moores Gesetz" von Gründer Gordon Moore erstmals veröffentlicht wurde.
Das Gesetz besagt, dass sich die Zahl der Transistoren auf einem Chip etwa alle 18 Monate verdoppelt.
Doch Moore war offenbar nicht der Erste, der diese Gesetzmäßigkeit erkannt hatte. Schon Ende der 50er machte der Computermaus-Erfinder Douglas Engelbart eine entsprechende Beobachtung, berichtet die "New York Times".
Wikipedia-Infos zu Douglas EngelbartIntel hat für eine neuwertige Ausgabe des "Electronics Magazine" vom 19. April 1965 10.000 Dollar ausgelobt. Seit dem Aufruf wurde das Blatt aus einigen US-Bibliotheken einfach gestohlen, wie Bibliothekare entrüstet bekannt gaben.
10.000 Dollar für "Moores Gesetz"Ehre bleibt weiterhin Moore
Technologie-Visionär Engelbart soll laut "NYT" die Beobachtung zur Leistungssteigerung von Schaltkreisen im Rahmen eines Vortrags bekannt gemacht haben, Moore soll als Zuhörer anwesend gewesen sein.
Die Forscher sind sich aber darüber einig, dass "Moores Gesetz" auch weiter "Moores Gesetz" bleiben muss.
Engelbarts Beobachtungen seien zwar grundlegend, würden der Bedeutung von Moores sorgfältiger Darstellung aber keinen Abbruch tun.
