Militärfrequenzen für GSM-Netze
Die deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post will den deutschen Mobilfunkbetreibern zusätzliche Frequenzen zur Verfügung stellen.
Zusätzlich könnten zehn MHz für den Mobilfunkstandard GSM mobilisiert werden. Die frei gewordenen Frequenzen wurden bisher militärisch genutzt.
Über das Vergabeverfahren soll nach der Anhörung der betroffenen Unternehmen entschieden werden. Ob die Frequenzen versteigert oder zu einem festen Preis an die Betreiber verteilt werden, ist derzeit nicht klar.
Im GSM-Bereich funken die beiden Marktführer T-Mobile und Vodafone D2 auf den Frequenzen 900, E-Plus und 02 im Bereich 1.800 MHz. Das neu zur Verfügung stehende Spektrum im Bereich 900 sei insbesondere für den GSM-Netzausbau in ländlichen Regionen von großer Bedeutung.
Auch in Österreich wurden im vergangenen Oktober vier GSM-Handyfrequenzpakete für insgesamt 968.000 Euro versteigert.
Weitere GSM-Frequenzen versteigertBis Ende 2005
Die vier Mobilfunkbetreiber in Deutschland versorgen mit ihren GSM-Netzen derzeit weit mehr als 90 Prozent der Bevölkerung. Langfristig soll der GSM-Standard durch die neuen UMTS-Netze ersetzt werden.
Die Regulierungsbehörde will das Spektrum so schnell wie möglich anbieten. Über die Nutzung der Bänder soll bis Ende 2005 eine Entscheidung fallen.
