3-D-Flachbildschirm für alle Fälle
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat einen Flachbildschirm vorgestellt, der dreidimensionale Bilder zeigt, die vom Betrachter auch ohne eine Spezialbrille wahrgenommen werden können.
Nach Angaben von Toshiba wurde die herkömmliche 3-D-Technik - die speziell geformte Bildschirme verwendet, die von einem bestimmten Punkt aus betrachtet werden müssen - mit Hilfe von Mikrolinsen und Software entscheidend verbessert.
Bei einer Demonstration zeigte der Flachbildschirm Flaschen und Dosen, die mehrere Zentimeter aus dem Bildschirm herauszuragen schienen.
Diese Grafik stellt eine Ansicht des Displays von links dar. Die Flasche mit dem orange-gelben Verschluss ist real, die anderen Objekte werden vom Bildschirm erzeugt.
Toshiba-PressemitteilungErste Einsatzmöglichkeiten ab 2006
Das neue System basiere darauf, dass Lichtsignale ähnlich denen eines wirklichen Objekts erzeugt würden. Unterstützt werde das durch die Software, die zehn oder mehr Bilder desselben Objekts verwende. Dadurch könne der 3-D-Effekt auf 30 Zentimeter oder mehr Abstand erzielt werden.
Toshiba will die Technik erstmals 2006 bei Arcade-Games in Spielhallen einsetzen. 2007 sollen dann dreidimensionale Speisekarten möglich sein - besonders wichtig in Japan, wo Restaurants ihr Angebot gerne mit Fotos präsentieren.
Ab 2008 sollen dann Videospiele für zu Hause und später auch für unterwegs aufgepeppt werden, ab 2010 soll die Technik für das Fernsehen zur Verfügung stehen.
3-D auch live
Forscher des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts für
Nachrichtentechnik [HHI] haben eine neue Technik entwickelt, mit der
Aufnahmen einer speziellen Stereokamera direkt auf einen 3-D-Monitor
übertragen werden können.
Fraunhofer zeigt Live-Darstellung in 3-D
