LG.Philips spürt LCD-Preisverfall
Der Preiskampf um den Markt für Flachbildschirme hat LG.Philips LCD den ersten Quartalsverlust seit zwei Jahren eingebracht. In Quartal eins des laufenden Jahres sei ein Nettoverlust von umgerechnet 60,7 Mio. Euro angefallen, teilte der weltweit zweitgrößte Produzent von Flüssigkristall-Bildschirmen [TFT-LCD] am Montag in Seoul mit.
Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von rund 450 Millionen Euro erzielt. Auch der Umsatz ging in den ersten drei Monaten leicht zurück.
Außer dem Preisverfall, der durch das Überangebot von Flachbildschirmen ausgelöst worden ist, habe sich auch die deutliche Aufwertung der südkoreanischen Währung zum US-Dollar auf das Quartalsergebnis ausgewirkt, sagte der Finanzchef des südkoreanisch-holländischen Konzerns.
Die im Jänner geäußerte Prognose, dass sich die "Balance" von Angebot und Nachfrage im zweiten Quartal wieder stabilisieren und später im Jahr festigen werde, wurde bekräftigt.
Im Vorquartal war der Gewinn um 97 Prozent gefallenPreisverfall geht unverändert weiter
Die Preise für LCDs für Fernsehgeräte und Computer fielen den Angaben zufolge im Berichtszeitraum um zehn Prozent. Bereits im vergangenen Jahr waren die Preise für Flachbildschirme um fast die Hälfte gesunken.
In diesem Jahr will LG.Philips rund eine Milliarde Euro für den Neubau von Anlagen und die Modernisierung ausgeben.
