Linus Torvalds kehrt BitKeeper den Rücken
BitKeeper soll in Zukunft nicht mehr für die Entwicklung des Kernels genutzt werden.
Auslöser für die Abkehr von der kommerziellen Software ist die Einstellung des kostenlosen BitKeeper-Clients.
Stattdessen soll eine Open-Source-Version angeboten werden, deren Leistungsumfang für die Ansprüche der Linux-Community aber nicht ausreicht.
"Ich habe mich entschieden, BitKeeper nicht mehr zu verwenden, um Alternativen zu finden," so Torvalds in einem Posting.
"Statt die Dinge seinen normalen Lauf nehmen zu lassen, habe ich mich dazu durchgerungen, in den saueren Apfel zu beißen und zu sehen, wie das Leben ohne BitKeeper so ausschaut," so Torvalds weiter.
Das Posting1.500 Entwickler arbeiten an Linux
BitKeeper war unter den Linux-Entwicklern immer umstritten. Schon bei seiner Entscheidung für BitKeeper im Jahr 2002 wurde Torvalds heftig dafür kritisiert, sich von der kommerzieller Software "abhängig zu machen".
Derzeit verwaltet BitKeeper über 10.000 Versionen des Linux-Kernels. Geschätzte 1.500 Entwickler beteiligen sich an der Arbeit und liefern die verschiedenen Komponenten für das System.
Mit der Abkehr von dem automatisierten System fürchten Kritiker nun eine Verlangsamung des Linux-Entwicklungsprozesses.
Dem kann Stacey Quandt, Analystin bei der Robert Frances Group, nicht zustimmen: "Ich glaube nicht, dass das die Entwicklung bremsen wird, da schon jetzt eine Vielzahl der Änderungen via E-Mail in die Wege geleitet wird."
BitKeeper ist ein Konfigurations-Management-System, das die global verteilte Entwicklung unterstützt.
Linus Torvalds verwaltet mit BitKeeper
