08.04.2005

VIREN & WÜRMER

ICQ & Co. fressen Löcher in Firmennetze

In 90 Prozent aller Firmen nutzen die Mitarbeiter Instant Messenger [IM] und Peer-to-peer-Programme [P2P]. Das ergab eine Untersuchung des Internet-Filtering-Spezialisten SurfControl.

Gleichzeitig ist den meisten Unternehmen jedoch nicht bewusst, dass bei der Nutzung von IM- und P2P-Anwendungen mehrfache Sicherheitsrisiken für die firmeninternen Netze entstehen, seien es nun Viren, Würmer, Spyware oder andere Angriffe.

"Bei Datenübertragungen per IM und P2P besteht quasi keinerlei Kontrolle über die Art der vermittelten Inhalte. Diese Datentransfers sind unverschlüsselt", erklärt Jim Murphy von SurfControl.

Hälfte trifft keine Sicherheitsmaßnahmen

"Angreifer können so über Netzwerk-Snooping, gefälschte Personenangaben und Hijacking-Angriffe an geheime Dateninhalte gelangen. Der Nachweis solcher Transaktionen ist im Nachhinein praktisch unmöglich", so Murphy.

78 Prozent der Mitarbeiter, die IM am Arbeitsplatz nutzen, sind sich laut Umfrage nicht bewusst, welches Risiko sie dadurch eingehen.

Auch treffen fast die Hälfte der Firmen derzeit keine eigenen Sicherheitsmaßnahmen für diese Anwendungen.

"Ich brauche keine High-Tech-Schutzmauer zu errichten, wenn in der Mitte ein riesiges Loch klafft," so Gernot Huber, Marketing Manager von SurfControl.