Siemens-Betriebsrat kündigt Proteste an

Österreich
17.03.2008

Gegen Standortschwächung

Der Betriebsrat von Siemens Österreich droht im Streit über die Ausgliederung der Teilbereiche Gebäudeverwaltung, Elektronikfertigung und Telekommunikation mit Protesten.

Betriebsversammlungen seien eine Möglichkeit, sagte der Vorsitzende des Zentralbetriebsrats, Fritz Hagl, am Montag. Hagl verlangt eine sozialpartnerschaftliche Lösung. Man werde mit allen "demokratischen Möglichkeiten" für eine weiterhin breite Aufstellung der Siemens AG Österreich "kämpfen".

Am Mittwoch soll im Präsidium des Siemens-Europa-Betriebsrats in Deutschland beraten werden.

Laut Betriebsrat prüft der Münchener Konzern derzeit den Verkauf von 15 bis 18 Teilbereichen von Siemens Österreich mit rund 3.500 Mitarbeitern.

Schwächung für Siemens Österreich

Schließungen sind zwar nicht angedacht. Durch einen Verkauf würde die breitflächige Aufstellung der Österreich-Tochter aber deutlich geschwächt, glaubt der Betriebsrat. Das Unternehmen würde dadurch seiner Ansicht nach "um Jahre zurückgeworfen".

Umbauentscheidung Ende März

Der deutsche Siemens-Konzern will sich künftig auf die Kernbereiche Energie, Industrie und Gesundheit konzentrieren. Non-Group-Activities und ertragsschwächere Teilbereiche sollen abgestoßen werden.

Eine Entscheidung über die Neustrukturierung der Siemens AG Österreich hat Unternehmenssprecher Harald Stockbauer zuletzt für Ende März in Aussicht gestellt.

(APA)