05.04.2005

VOIP-BIZ

Skype und Add-ons kannibalisieren sich

Der Hype um Skype hat ähnlich wie Apples iPod eine Reihe von Entwicklern angezogen, die auf die eine oder andere Art am Erfolg mitnaschen wollen.

Skype forcierte diese Entwicklung auch, indem man ein Programmier-Interface veröffentlichte.

Als Bedingung mussten die Entwickler ihre Programme entweder gratis hergeben oder Skype am kommerziellen Erfolg beteiligen. Rund 1.000 Entwickler beteiligten sich daran.

Doch Skypes Entwicklerprogramm ist nicht ohne Risiken. Die eigenen kostenpflichtigen Premium-Programme wie SkypeOut und SkypeIn bedrohen zunehmend bereits bestehende VoIP-Projekte der eigenen Entwickler-Community - und umgekehrt.

Der Anbieter selbst sieht darin allerdings kein Problem.

Teilung in zwei Lager

Man glaube nicht daran, dass ein nicht-kommerzieller Entwickler ein Konkurrenzprodukt für seine Premium-Services anbieten könne, so Skype-Sprecherin Kelly Larabee.

Die Idee dahinter ist klar: Je mehr Zusatzprogramme, die die Funktionalität ausweiten, für Skype erhältlich sind, desto mehr User kann der Service für sich gewinnen. Das proprietäre Format hinter Skype würde damit zur verstärkten Basis für VoIP-Applikationen. Die meisten Mitbewerber setzen jedoch auf das offene Session Initiation Protocol [SIP], das von jedem frei lizenziert werden kann.

Kritiker werfen Skype vor, mit seinem Standard die Welt der Internet-Telefonie in zwei Lager zu teilen und Standards und Interoperabilität zu unterwandern - das würde umso schlagender werden, je mehr Entwickler für Skype tätig sind.