ATA-Festplatten von außen "versperrbar"
Eine Sicherheitslücke bei ATA-Festplatten ermöglicht es laut "c't" Angreifern, deren Besitzer den Zugriff abzudrehen.
Bei rund zwei Dritteln aller PCs könne mit einem Schädlingsprogramm eine Passwortsperre der Festplatte von außen aktiviert werden, damit kann auch auf die Daten nicht mehr zugegriffen werden. Betroffen sind nicht nur selbst zusammengeschraubte Rechner, sondern auch aktuelle Geräte von Dell, HP, Apple und Medion.
Bisher sei kein Computervirus oder ein anderer Schädling bekannt, der ungewünscht ein Passwort für die Festplatte setze. "Es gibt aber Indizien dafür, dass es ihn schon geben könnte", schreibt die "c't".
Dell bestätigte bereits, dass bestimmte Rechner der Baureihen Dimension, Precision und OptiPlex davon betroffen sind.
Die Lücke ist laut "c't" unabhängig vom Betriebssystem, einige PCs [wie jene von Fujitsu-Siemens] haben allerdings ein Bios, das vor einer fremdgesteuerten Aktivierung der Passwortsperre schützt.
Passwortschutz bei FestplattenApple sieht keinen Handlungsbedarf
Dell nehme den Hinweis "außerordentlich ernst und untersucht das geschilderte Problem derzeit sehr genau", sagte Sprecher Christoph Kaub.
Ein Sprecher von Apple sagte, sein Unternehmen sehe keinen Handlungsbedarf, denn für das Szenario müsse der Anwender ganz bewusst eine Kernel-Extension laden und dazu das Administratorkennwort eingeben.
