Sony droht Verkaufsstopp für PlayStation
Der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony ist von einem US-Gericht nach eigenen Angaben zu einer Schadenersatzzahlung von 90,7 Mio. Dollar [70 Mio. Euro] an die US-Firma Immersion verurteilt worden.
Außerdem solle Sony wegen der Verletzung von Patentrechten den Verkauf seiner Spielekonsole PlayStation, PSone und PS 2, in den USA einstellen, teilte das Unternehmen weiter mit.
Die für das Spielegeschäft verantwortliche Sony Computer Entertainment [SCE] kündigte umgehend Berufung an. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt das Urteil vorerst außer Kraft.
Das kalifornische Unternehmen Immersion hatte sowohl Sony als Microsoft wegen missbräuchlicher Nutzung seiner Technologie geklagt, mit der Steuergeräte von Spielekonsolen synchron zu Bewegungen im Spiel in Vibration versetzt werden können [bei Sony: Dual Shock Controller].
Bis zur Entscheidung durch ein höheres Gericht trete auch der angeordnete US-Verkaufsstopp für die Spielekonsolen PlayStation und PlayStation 2, zwei Steuergeräte sowie 47 Spieletitel, nicht in Kraft, so Sony weiter.
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Mit dem Urteil bestätigte das Bezirksgericht die Entscheidung eines anderen kalifornischen Gerichts aus dem vergangenen Jahr, das Sony zu 82 Mio. Dollar Schadenersatz verurteilt hatte.
Diese Summe wurde in dem neuen Verfahren unter Einrechnung von Zinsen auf 90 Mio. Dollar angehoben.
Insgesamt hält Immersion nach eigenen Angaben mehr als 150 Patente im Bereich von Steuerungsgeräten.
