27.03.2005

ROBOGAMES 05

Autonome Bots auf dem Zerstörungstrip

Während auf der Weltausstellung in Japan gerade die großen Hersteller ihre aktuellen Roboter-Entwicklungen und Prototypen zeigen, stellen sich in San Francisco derzeit Roboter dem direkten Wettkampf.

Bei den RoboGames [ehemals Robolympics] kämpfen 650 Teilnehmer aus 15 Ländern mit ihren teils selbst entwickelten Bots in verschiedenen Disziplinen wie Sumoringen, Fußball oder direktem Kampf um die besten Plätze und die damit verbundenen Medaillen bzw. Geldbeträge.

Richtig martialisch geht es da bei Wettkämpfen wie dem Wrestling und dem direkten Kampf zu, wo sich die Bots teilweise gegenseitig aufzuschlitzen bzw. mit gegenseitiger Vernichtung drohen. Sumo dagegen ist vergleichsweise harmlos: Wie beim menschlichen Zweikampf müssen sich die Bots gegenseitig aus dem Kreis drängen.

Die Teilnehmer der Micro-Sumo-Klasse [maximal 5x5x5 Zentimeter groß und 100 Gramm schwer]

Feuerwehr-Bots und Seilkletterer

Daneben sind aber noch eine ganze Reihe anderer recht interessanter Disziplinen angesetzt. So müssen autonome Roboter - nur durch Solarenergie betrieben - Seile hinaufklettern, ihren Weg durch Labyrinthe finden und sich als Feuerlöscher oder Kunst- und Musikliebhaber beweisen.

Auch eine "Gegenveranstaltung" zum autonomen Roboterrennen des US-Militärs, der DARPA Grand Challenge, wurde durchgeführt. Dabei mussten die Roboter den richtigen Weg auf dem Campus der San Francisco State University alleine finden.

Ziel all dieser Wettbewerbe ist der Austausch von Wissen und Erfahrungen der Teilnehmer untereinander, aber auch das Messen der besten Technologie, um die Roboter möglichst schnell weiterentwickeln zu können.