27.03.2005

MESSAGE

Das Fax trotzt dem digitalen Artensterben

Mit dem Aufkommen von E-Mails prognostizierten Experten vor mittlerweile knapp einem Jahrzehnt, dass das Büro der Zukunft ohne Papier auskommen wird.

Zwar werden immer mehr Daten mittlerweile rein digital übertragen und gespeichert, das zur selben Zeit als aussterbende Technologie bezeichnete Faxgerät scheint dennoch dem Trend der Zeit zu trotzen.

In den USA wurden im letzten Jahr 1,5 Mio. Faxgeräte verkauft, deutlich weniger als etwa 1997, als noch 3,6 Mio. Faxgeräte einen Käufer fanden. Dazu kamen allerdings noch rund 500.000 verkaufte Kombi-Geräte [also Maschinen, die eine Faxfunktion mit Drucker, Scanner o. Ä. verbinden].

In den letzten vier, fünf Jahren verzeichne Hewlett Packard [HP] einen Anstieg bei der Nachfrage nach Faxgeräten, so Paul Fountain von HP. 1994 verließ HP selbst den Fax-Markt, um 1998 wieder dazuzustoßen. "Wir bemerkten, dass das Fax doch nicht verschwindet", so Fountain.

Vorteil für das Papier

Faxe bieten derzeit noch eine Reihe von Vorteilen, so können beispielsweise unterzeichnete Verträge, Verschreibungen oder verbindliche Geschäftsvorschläge schnell versendet werden. Die bei E-Mails dafür notwendige digitale Signatur hat sich bis dato noch nicht wirklich durchsetzen können.

In Zeiten von Viren und Datenverlusten ist das Fax trotz seiner im Vergleich mittlerweile überholten Technologie immer noch ein relativ verlässliches und sicheres Kommunikationsgerät - vorausgesetzt, der richtige Adressat holt das bedruckte Papier aus dem Gerät.

Nicht zuletzt die niedrigen Preise lassen die Popularität von Faxgeräten nicht sinken. HP beispielsweise bietet ein Kombigerät aus Fax, Kopierer und Telefonanrufbeantworter um 99 Dollar. Wirklich schnelle Geräte, die bis zu 20 Seiten pro Minute auswerfen können, haben allerdings immer noch einen stolzen Preis, wie das FO DC525 von Sharp um rund 2.300 Euro.