Webcams und Online-Feminismus

"matrix"
14.03.2008

Netzkultur-Radio am Sonntag

Am Sonntag hören Sie um 22.30 Uhr im Netzkulturmagazin "Matrix" in Ö1 Beiträge zu folgenden Themen:

Live aus dem Wohnzimmer

Webcams galten lange Zeit als eine Art Big-Brother-Gerät fürs eigene Wohnzimmer. Mit einer Mischung aus Exhibitionismus und Banalitäten unterhalten auch heute noch zahllose zumeist weibliche Webcam-Betreiber ihre Zuschauer.

Doch die durch YouTube und wachsende Bandbreiten angetriebene Online-Video-Revolution hat dafür gesorgt, dass Webcam-Streams zu einer Art Live-Fernsehen des Internets werden. Technologie-Journalisten suchen darüber direkten Kontakt zu ihren Lesern, Comedy-Künstler führen vor laufender Kamera Shows, auf und Musiker bewerben mit dem Medium ihre neuen Platten.

Sogar die Kandidaten für den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf setzen immer häufiger auf Webcams, um ihre zahllosen Kampagnenauftritte ins Netz zu übertragen. Janko Röttgers geht dem Webcam-Phänomen in Kalifornien nach.

Feminismus online

In Österreich sind mehr als 60 Prozent der Frauen online. Damit liegen die Frauen in der Internet-Nutzung nur noch knapp hinter den Männern zurück. Bei den österreichischen Jugendlichen ist das Geschlechterverhältnis in Sachen Internet-Nutzung ausgeglichen. In den USA dominieren in der Gruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen bereits die Mädchen das Netz.

Viele Online-Netzwerke von und für Frauen haben einen feministischen Ansatz. Eva Schmidhuber hat nachgefragt, ob sich Mädchen und Frauen mangels Räumen in der Wirklichkeit in die virtuelle Welt flüchten und in welcher Beziehung diese Netzwerke zu aktuellen feministischen Strömungen und Entwicklungen stehen.

(matrix)