Online-Dienst erstellt Personenprofile
Der US-Web-Dienst ZoomInfo bereitet die über eine Person im Netz auffindbaren Infos in einem eigenen Dossier auf. Neben Angaben zur Schulbildung und beruflichem Werdegang werden etwa bei Bill Gates auch Treffer aus der News-Suche von Google angezeigt.
Die "erweiterte Suche" findet auch alle in der Datenbank enthaltenen Mitarbeiter einer bestimmten Firma. Die Profile zeigen an, ob sie automatisch erstellt oder von den entsprechenden Personen bearbeitet wurden.
"Mit unserem Angebot wird es möglich, sich selbst so zu präsentieren, wie man es gerne möchte", erklärt ZoomInfo-Manager Russell Glass.
ZoomInfo-Vorstandschef Jonathan Stern sagte weiter, dass sein Unternehmen nur das tue, was auch bei Google und Yahoo üblich sei.
Hinzu komme eine übersichtliche Zusammenfassung mit der Konzentration auf die wesentlichen Informationen über eine Person.
Richard Stallman bei ZoomInfo25 Millionen Personen erfasst
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Profile von 25 Millionen
Personen erstellt. Wer sich bei dem Dienst registriert, kann das
eigene Profil kostenlos verändern; zum Nachweis der Identität werden
die Daten der Kreditkarte verlangt. Wer gar nicht in der Datenbank
aufgeführt sein will, hat auch die Möglichkeit, den eigenen Eintrag
entfernen zu lassen.
ZoomInfo zu Bill GatesInfos über neue Mitarbeiter
Der Dienst stößt bei Datenschützern jedoch auf Kritik. Für Preston Gralla, Mitautor des Buchs "The Complete Idiot's Guide to Internet Privacy and Security", existiert ein Unterschied zwischen den ungeordnet im Web verfügbaren persönlichen Daten und einer gezielten Zusammenstellung dieser Informationen zu einem Dossier.
Neben der kostenlosen Suche nach Personen bietet ZoomInfo auch einen kommerziellen Dienst an, der Unternehmen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter gezielt mit einzelnen Informationen über Bewerber versorgt.
Zu den Kunden gehören nach Angaben der Firma auch große Unternehmen wie Microsoft und AOL.
