Priority Telecom spürt Festnetz-Stagnation
Der auch in Österreich vertretene niederländische Telefonanbieter Priority Telecom musste 2004 einen zehnprozentigen Umsatzrückgang verkraften.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] verbesserte sich dank außerordentlicher Erträge von 6,6 Mio. Euro. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ging der Umsatz auf 95,7 nach zuvor 106,7 Mio. Euro zurück, das EBITDA stieg auf 19,4 nach 12,8 Mio. Euro. Die Investitionen stiegen um 3,6 Mio. auf 18,5 Mio. Euro.
Österreich-Chef Christian Fritzsche kündigte für heuer eine VoIP-Offensive an. Vor dem Sommer will er "einige neue Produkte" vorstellen. Österreich-Zahlen wurden keine genannt.
Priority ist Teil von UPC Telekabel, das in Österreich mit Ende des vergangenen Jahres 501.000 Telekabel-TV-, 35.000 Digital-TV-, 243.000 chello-Breitband-Internet- und 153.000 Priority-Festnetz-Kunden betreute.
Mit 23,1 Mio. Euro verfügbarem Cash und einer Reduktion der langfristigen Verbindlichkeiten auf 15 Mio. Euro blicke der Telekom-Anbieter einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2005 entgegen, hieß es. Durch Produktivitätssteigerungen konnten 10,3 Mio. Euro eingespart werden. Ob damit auch ein Stellenabbau einherging, ließ das Unternehmen offen.
Markt für alternative Telekoms stagniert
