IBM bekämpft Spammer mit Retour-Spam
IBM will sich künftig verstärkt im Kampf gegen Spam engagieren und hat am Dienstag ein Gratis-Tool vorgestellt, das die Versender der unerwünschten Mail-Flut mit den eigenen Waffen schlagen soll.
"FairUCE" blockiert Spam-Mails und schickt sie an den Absender zurück, und zwar nicht an seinen E-Mail-Account, sondern direkt an den Rechner, von dem die Mail versendet wurde.
Dadurch sollen die betroffenen Rechner langsamer werden und in weiterer Folge auch weniger Spam verschicken.
Laut einer Studie von Big Blue waren im Februar 76 Prozent aller E-Mails Spam, sieben Prozent weniger als im Jänner. Zwei Prozent aller E-Mails enthielten weiters Viren oder anderen schädlichen Content.
Download FairUCEBandbreiten-Ersparnis
FairUCE verwendet eine riesige Datenbank, die über die IP-Adresse identifiziert, ob der PC, von dem die Mail geschickt wurde, als Spam-Quelle bekannt ist.
Weil für diese Form der Spam-Bekämpfung keine Content-Filter benötigt werden, soll das Service seinen Nutzern zusätzlich auch Bandbreite ersparen.
Über die Haftung macht sich IBM keine Sorgen, auch wenn dabei durchaus Fälle auftreten können, in denen unschuldige Absender von der Technik betroffen sind. Diese wüssten dann laut einem Unternehmenssprecher wenigstens, dass ihre E-Mail nicht angekommen ist.
Lycos Europe verfolgte im vergangene Jahr mit einem Bildschirmschoner und dem Motto "Make Love not Spam" denselben Ansatz, handelte sich damit aber Ärger ein, weil die Aktion so erfolgreich war, dass zwei der attackierten Sites von Spam-Versendern auf Grund der erzeugten Anfragelast nicht mehr erreichbar waren.
Anti-Spam-Aktion von Lycos erfolgreich
