DT verlangt mehr Miete von Alternativen
Seit einigen Wochen liegt ein Antrag der Deutschen Telekom auf eine Erhöhung der monatlichen Miete für die Anschlussleitung zum Endkunden [TAL] bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Von derzeit 11,8 Euro, die der Ex-Monopolist von der Konkurrenz für die Vermietung der Doppelkupferader auf der letzten Meile verlangt, soll die Gebühr auf 17,4 Euro angehoben werden.
"Völlig überzogen" nennt der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM [Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten] die Forderungen.
Schließlich geht es für die Telekom-Mitbewerber um viel. Die TAL-Miete gilt schlechthin als die "Mutter aller Vorleistungen". Sie bestimmt letztendlich die Margen und damit über wettbewerbsfähige Produkte im Markt.
Dass der Wettbewerb jetzt wieder zurückgeschraubt und die TAL- Miete angehoben wird, halten Branchenexperten für unwahrscheinlich. Damit droht der Telekom erneut eine Schlappe vor der Regulierungsbehörde.
Auch in Österreich sieht sich die Telekom Austria durch die alternativen Anbieter bedroht. Die anstehende Angleichung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk gefährde die Innovation und den Ausbau der neuen Breitband-Technologien.
Mobilfunk als Festnetz-"Terminator"
