MIT empfiehlt Linux für Subventions-PCs
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology [MIT] empfehlen der brasilianischen Regierung den Einsatz von Open-Source-Software für ihr "PC Conectado"-Projekt [Vernetzter PC].
Im Rahmen des Programms sollen rund eine Million Rechner an ärmere Bevölkerungsschichten verkauft werden, um auch diesen den Zugang zu modernen Informationstechnologien zu ermöglichen.
Der Kauf der PCs wird von der Regierung subventioniert.
Diese will demnächst entscheiden, ob auf den Rechnern eine abgespeckte Version von Windows oder die Open Source Software Linux zum Einsatz kommt.
Brasilien übernahm in der Vergangenheit eine Vorreiterrolle im Open-Source-Bereich. Einige Regierungsstellen wechseln aus Kostengründen zu Linux.
Linux für LateinamerikaBesser bei Kosten, Qualität, Performance
Das Media Lab des MIT gibt Brasiliens Open-Source-Bestrebungen Rückhalt.
"Freie Software ist in Bezug auf die Kosten, die Qualität und die Performance besser", heißt es in dem Brief von Media-Lab-Leiter Walter Bender an die brasilianische Regierung.
Der Einsatz von Open Source ermögliche auch die Schaffung eines qualifizierten Pools von Software-Schreibern: "Wenn der Source Code proprietär ist, wird er vor der Allgemeinbevölkerung gleichsam versteckt. Das beraubt sie einer großen Lernchance."
"Open Source bedeutet auch, dass die Entwickler-Community als eine zugängliche Lerngemeinschaft wahrgenommen wird."
