Deutsche Telekom plant Stellenabbau
Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren jeweils mehrere tausend Arbeitsplätze in Deutschland abbauen.
Die Stellenzahl in Deutschland solle jährlich im Durchschnitt um fünf Prozent sinken, sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke am Dienstag bei einer Investorenkonferenz in Hannover.
Das gelte auch für die Festnetzsparte T-Com. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Für dieses Jahr hatte die Telekom mit der Gewerkschaft vereinbart, dass kein Personal bei T-Com abgebaut wird.
Die fünf Prozent beziehen sich auf das deutsche Geschäft, das rund 170.000 Mitarbeiter umfasst, sagte der Sprecher. In den vergangenen zehn Jahren verloren bei der Telekom mehr als 100.000 Menschen ihren Arbeitsplatz, betroffen davon war vor allem die Festnetzsparte T-Com. Dort will die Telekom auch in Zukunft den Rotstift ansetzen.
2,56 Mio. Euro für Ricke
Ricke, der Chef der Deutschen Telekom, hatte für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Gehalt von rund 2,56 Mio. Euro erhalten. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht, setzt sich der Betrag aus einem festen Jahresgehalt von 1,15 Mio. Euro und einer leistungsbezogenen Komponente von knapp 1,42 Mio. Euro zusammen.
Zusätzliche Stellen plant der Bonner Konzern dagegen bei seiner boomenden Mobilfunk-Tochter T-Mobile USA. Dort würden neue Arbeitsplätze geschaffen, ergänzte Klinkhammer. Von Einschnitten nicht verschont bleibe das Geschäft in Osteuropa. Bei den Töchtern dort stehe ein "dramatischer Arbeitsplatzverlust" an.
