Polens Ex-Premier verteufelt E-Voting
"Internet für Wahlen nicht geeignet"
Der frühere polnische Regierungschef Jaroslaw Kaczynski hat sich gegen die Stimmabgabe über das Internet bei Wahlen in Polen starkgemacht.
Das Internet werde vor allem von Leuten genutzt, die sich Pornografie ansehen, während sie Bier trinken, es sei daher für Wahlen nicht geeignet, meinte Kaczynski in einem Statement, das auf der Website der nationalkonserativen Partei Recht und Gerechtigkeit [PiS] veröffentlicht wurde, deren Vorsitzender Kaczynski ist.
Diskussion über E-Voting
Internet-Nutzer seien darüber hinaus leicht zu manipulieren, sagte der PiS-Vorsitzende. Wegen der niedrigen Wahlbeteiligung denken polnische Politiker derzeit darüber nach, eine Online-Wahl zu ermöglichen.
Kaczynskis Partei, die bei der polnischen Parlamentswahl im vergangenen Oktober herbe Verluste hinnehmen musste, versucht derzeit trotz der Netzkritik ihres Vorsitzenden, mit einer neu gestalteten Website junge Wähler anzusprechen.
In Österreich machte sich zuletzt die Wiener ÖVP für die Einführung der Stimmabgabe über das Internet stark.
(futurezone | Reuters | dpa)
