Yahoo greift Google frontal an
Der Suchgigant Yahoo will demnächst ein Werbeprogramm starten, das es Privatpersonen, Weblog-Betreibern und kleinen Unternehmen erlaubt, basierend auf dem jeweiligen Content passende textbasierende Werbung anzubieten.
Dieses Programm, bei Google seit 2003 als "AdSense" bekannt, gibt auch Betreibern von kleinen Sites Zugang zum Topf der Werbeindustrie.
Mit dem Kopieren des Google-Dienstes greift Yahoo seinen größten Konkurrenten frontal an. Googles AdSense-Programm ist sowohl für das Unternehmen wie auch Sitebetreiber ein großer Erfolg, die Werbeeinnahmen werden nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt.
Die Analysten von UBS Warburg haben auf Grund dieser Marktausweitung Yahoos das Rating des Unternehmens heraufgesetzt. Der Launch des Services scheint kurz bevorzustehen - auf einigen Weblogs von Yahoo-Mitarbeitern sind die autmatisch eingeblendeten Werbeflächen bereits aufgetaucht.
Yahoo steigt in Online-Musikmarkt einKeine Details zum neuen Geschäftszweig
Dan Boberg, Chef für Partnerprogramme der Yahoo-Tochter Overture, bestätigt zwar Interesse an diesem Markt, will aber noch keine Details preisgeben. "Wir gehen in diese Richtung", bleibt er vage.
Yahoo sucht wie Google ständig nach neuen Einnahmequellen. Von Google selbst seien keine genauen Zahlen bezüglich des AdSense-Programms bekannt, der gesamte contentbasierende Werbebereich macht aber 48 Prozent des gesamten Umsatzes von 3,1 Milliarden Euro aus.
Die Yahoo-Tochter Overture hat bereits Erfahrung mit contentabhängigen Werbeeinblendungen, hat diese bis dato aber nur großen Publishern wie der Financial Times angeboten.
Restriktive Google-Verträge
Der Eintritt Yahoos in den Werbemarkt für kleine Unternehmen und
Sitebetreiber wird von den Betroffenen begrüßt. Vielen sind die
restriktiven Einschränkungen von Konkurrent Google ein Dorn im Auge.
So werden rigide Verträge abgeschlossen, die den Sitebetreibern
Traffic-Details vorenthalten und ihnen verbieten, über ihre
Einnahmen zu sprechen.
Suchmaschinen-Nutzer immer öfter untreu
