Vodafone erwägt Billigmarken
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone erwägt, in Deutschland und auf anderen europäischen Märkten mit eigenen Billigmarken gegen seine Wettbewerber anzutreten.
"Es gibt einen Anteil von fünf bis 15 Prozent der Kunden, die keinen Service haben wollen, ihre Mobilfunkkarte im Internet kaufen und dann einen Rabatt auf die Minutenpreise fordern", sagte Vorstandschef Arun Sarin in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" [Mittwochausgabe].
Vodafone wolle auch diese Kunden bedienen. Ein Vodafone-Sprecher betonte am Dienstagabend aber gleichzeitig, es gebe derzeit noch keine spruchreifen Pläne für ein solches Angebot.
Zukäufe vor allem in Osteuropa
Sarin sagte weiter, der Konzern wolle künftig auch durch
Übernahmen wachsen. "Wir rechnen zwar damit, dass rund 80 Prozent
unseres Wachstums in den nächsten Jahren organisch sein werden, der
Rest soll allerdings durch Zukäufe realisiert werden".
Hauptaugenmerk liege dabei auf Osteuropa einschließlich Russlands,
gefolgt von Indien, China und Südasien. Die dritte Position auf der
Liste der Prioritäten nehme Brasilien und Südamerika ein.
Vodafone bedient rund 152 Mio. KundenMittelfristig werde Vodafone die Beteiligung an dem deutschen Festnetzanbieter Arcor verkaufen, bekräftigte Sarin frühere Aussagen. "Ich glaube nicht, dass Arcor in fünf Jahren noch Teil der Vodafone-Familie sein wird".
