09.03.2005

PHYSX

Neuer Chip für realistischere Spiele

Das junge Unternehmen Ageia hat einen speziellen Chip vorgestellt, der Computer bei der Darstellung von 3D-Spielen hilft und ein weitaus realistischeres Spieleumfeld erlaubt.

Anders als bei herkömmlichen 3D-Grafikchips konzentriert sich der Ageia-Chip nicht auf das "Tapezieren" der Spieleumgebung mit entsprechenden Bildern, sondern berechnet das physikalische Interagieren von Spielern und Gegenständen.

Derzeit ist es in 3D-Games beispielsweise möglich, bei einem Schuss auf einen Gegenstand diesen mit einer neuen Textur zu versehen, also dessen Aussehen zu ändern. Das darunterliegende Gittermodell wird davon aber nicht berührt.

Mit Hilfe des Ageia-Chips "PhysX" soll sich dies ändern und eine realistischere Darstellung ermöglicht werden - so können Gegenstände beispielsweise in tausende Einzelteile explodieren oder verbogen werden.

Die erste "physics processor unit"

Die weltweit erste "physics processor unit" - im Gegensatz zur herkömmlichen "graphics processor unit" - hilft dem PC-Prozessor, die dabei anfallenden Unmengen an Daten zu verarbeiten. Wie jede Hardware-Neuerung steht und fällt der Erfolg des Produkt jedoch damit, wie sehr die Technologie von den Softwarefirmen unterstützt wird.

Ageia führt Kooperationen mit insgesamt 60 Unternehmen an - hochrangige Spielefirmen wie Epic Games sind ebenfalls dabei. Auch ein Chiphersteller, der die Fertigung übernimmt, ist bereits gefunden. Der PhysX-Chip existiert als Prototyp und soll als fertiges Produkt noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen.