08.03.2005

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Keine Handhabe gegen Allofmp3.com

Die Ermittlungen gegen den russischen Betreiber des Download-Dienstes Allofmp3.com, der Songs im MP3-Format in variabler Bitrate anbietet, werden eingestellt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Praim-TASS.

Die russische Staatsanwaltschaft wurde nach einer Beschwerde der IFPI tätig, die dem Musikhändler vorwarf, nicht die nötigen Rechte für den Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Songs "in Russland oder irgendwo anders" zu besitzen.

Dem stimmte die Staatsanwaltschaft zwar zu, doch nach russischem Gesetz ist nur die materielle Verbreitung von CD/DVD-Kopien strafbar, nicht aber die digitale Verbreitung über das Internet.

Format und Qualität frei wählbar

Viele User lockt das Service, da die angebotenen Titel dort nur zwischen vier und zehn Cent kosten, abgerechnet wird je nach gewünschter Datenmenge bzw. Qualität [500 MB kosten laut Website z. B. fünf Euro], bezahlt wird mit Kreditkarte.

Das Format [MP3, Windows Media Audio, Ogg Vorbis, MPC, MPEG-4 AAC, etc.] kann dabei frei gewählt werden. Auch das Brennen ist nicht eingeschränkt.

Wegen der fehlenden Rechte darf der Dienst sein Repertoire jedoch weder in Russland, noch im Ausland anbieten.

Der Dienst sei illegal, daher "Hände weg von AllofMP3," so IFPI-Sprecher Thomas Böhm zur futurezone. Ein Vorgehen gegen einzelne Nutzer der Plattform sei jedoch nicht geplant.