Wenn die Kühe Funkchips tragen
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet vollzieht sich in der Landwirtschaft eine technische Revolution.
In der Steiermark und Oberösterreich, den größten "Milchländern" der Republik, setzen fast 500 Betriebe auf elektronische Überwachung zur Optimierung der Milchproduktion.
Die Chips selbst stammen von Philips Semiconductors Styria, die mit ihrem HITAG-S-Chip ein robustes Produkt für die Landwirtschaft geschaffen haben.
Der auf 134,2 kHz arbeitende Chip - das ist der alte Langwellenbereich bei analogen Radios - zeichnet sich durch hohe Störungsresistenz aus, die Reichweite liegt bei einem halben bis zwei Metern.
Abhängig ist die Reichweite vom Anwendungsort. Injizierte oder mit der Nahrung aufgenommene Chips bleiben zwar im Körper, senden jedoch über kürzere Entfernungen als Chips am Ohr oder im Halsband.
Mehr dazu in oesterreich.ORF.atFrüherkennung von Erkrankungen
Mit diesen Chips werden Milchkühe identifiziert, um Futterzusätze, die vom Bauern individuell auf die einzelnen Tiere abgestimmt sind, in den richtigen Dosierungen automatisch auszugeben.
Auf diese Weise kontrolliert der Bauer, wann eine Kuh wie viel frisst. Daraus kann er auf den Gesundheitszustand einer Kuh schließen und frühzeitig auf mögliche Erkrankungen reagieren.
"Das RFID-Know-how von Philips ermöglicht systematische Maßnahmen zur effizienten Erfassung und Aufzeichnung von Nutztierdaten. Dadurch werden das Auftreten von Tierseuchen wirksam eingedämmt und gesunde Nahrungsmittel für die Konsumenten sichergestellt", erläutert Kurt Bischof von Philips Semiconductors Styria.
Chipimplantate für Kühe und Schafe
