Sensibler Bolide stellt sich auf Fahrer ein
In der 80er-Serie "Knight Rider" konnte das Wunderauto K.I.T.T. selbstständig denken, die Gefühle seines Fahrers erkennen und ihm so in jeder Gefahrensituation beistehen.
Der Schweizer Autotuner Rinspeed zeigt nun beim Genfer Auto-Salon [3.- 13. März] eine moderne Version von K.I.T.T.: Den Konzeptwagen "Senso", der seinen Fahrer erfühlt und sich auf ihn einstellen kann.
Der Bolide misst die biometrischen Daten des Fahrers und wirkt dann mittels Mustern, Farben, Musik und Düften positiv auf den Lenker ein.
Der Grund: Ein ausgeglichener Fahrer fährt sicherer.
Angetrieben wird der 1.385 Kilogramm schwere "Senso" von einem 3,2-Liter Boxermotor, der mit Benzin und Erdgas betrieben wird. Der Motor leistet 250 PS bei 6.200 U/min und produziert ein maximales Drehmoment von 300 Nm bei 4.600 U/min.
Der Rinspeed Senso [Fotos, Video, Beleuchtungsszenarien]Fahrverhalten verrät Stimmung
Herzstück des futuristischen Drei-Sitzers ist die umfassende Sensorik: Pulsfrequenz, Hautwiderstand und Augen werden kontrolliert, eine Spezialkamera beobachtet das Fahrverhalten, d. h. wie oft die Spur gewechselt und wie dicht aufgefahren wird.
Die Innenverkleidung ist mit einer elektrolumineszenten Folie versehen, die anhand der biometrischen Messdaten die richtige Beleuchtung - in den Farben grün, blau oder orange - ausstrahlt.
Sie senkt beispielsweise durch beruhigendes Licht den Stresspegel des Staustehers oder stimuliert den ermüdeten Langstreckenfahrer mit gezielten Lichtblitzen in die Augen zu erhöhter Aufmerksamkeit.
Die Lüftung verströmt den zugehörigen Duft. Vanille-Mandarin wirkt etwa beruhigend, während eine Citrus-Grapefruit-Note eher der Stimulation dient.
Reichen Duft und Licht nicht mehr aus, um den Fahrer fit zu halten, wird er von Elektromotoren im Sitz wachgerüttelt.
Die Idee der kommunizierenden Oberflächen, das "zenMotion-Konzept", wurde am Institut für Informatik der Universität Zürich in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie der Universität Innsbruck entwickelt.
Universität InnsbruckDie "Smart Surface Technology" stammt von Bayer MaterialScience und dem Elektronik-Spezialist Lumitec.
Details dazu bei Bayer MaterialScience
