Schweiz liefert Flugdaten an die USA
Ab sofort müssen Schweizer Fluglinien für Flüge in die USA bis zu 34 private Daten ihrer Passagiere an die US-Behörden liefern.
Die Schweizer Regierung hat ein entsprechendes Abkommen mit den USA am Freitag genehmigt. Es gleicht dem zwischen den USA und der EU.
Die Fluggesellschaft Swiss wird ab diesem Samstag sämtliche verlangten Daten elektronisch an die US-Behörden übermitteln, wie Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel auf Anfrage erklärte. Die Angaben würden aufdatiert und jeweils 72, 48 und 24 Stunden vor dem Abflug geschickt. Am Abflugstag werde noch die Passagierliste bestätigt.
Die USA haben jedoch - wie gegenüber der EU - darauf verzichtet, sensible Daten wie Angaben zur Gesundheit und Essgewohnheiten einzufordern. Die Passagiere müssen bei der Reservation und nicht erst vor dem Abflug über die Datenlieferung informiert werden.
Das Abkommen ist vorerst auf dreieinhalb Jahre befristet. Die Aufbewahrungsfrist für die übermittelten Daten wurde ebenfalls auf dreieinhalb Jahre festgelegt an Stelle der von den USA geforderten 50 Jahre. Zu den 34 Passagierdaten gehören neben Namen, Adresse und Telefonnummer auch E-Mail-Adresse und Kreditkarten-Nummer.
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