Inode führt bei entbündeltem Breitband
Der Wiener Internet- und Telefonie-Anbieter Inode schloss das vergangene Jahr mit 83.000 Kunden und einem Umsatz von 37 Mio. Euro [2003: 22 Mio. Euro] ab.
Im Schwerpunktbereich Breitband zählte Inode 59.000 Kunden, 37.000 wurden dabei über entbündelte Breitbandleitungen versorgt. In diesem Segment ist das Unternehmen mit einem Anteil von 62 Prozent Marktführer.
Auch mit der Entwicklung im Bereich Internet-Telefonie [VoIP] zeigt sich das Unternehmen zufrieden: Bis zum Jahresende telefonierten 10.000 [2003: 2.000] Inode-Kunden mit entbündeltem Anschluss via Internet.
Die Inode-Devise für 2005 lautet "all over Breitband": Nach Internet und Telefonie soll noch heuer ein brauchbares TV-Produkt angeboten werden, das wurde von Inode bereits letztes Jahr angekündigt.
Insgesamt hatte Inode bis Jahresende 2004 147 Wählämter in 57 Orten entbündelt. Auch 2005 soll der Netzausbau vorangetrieben werden, 20 neue Standorte sind geplant. Bei der Netzqualität setzt Inode heuer auf ADSL 2+ mit bis zu zwölf MBit, das ist allerdings nur in einer Reichweite von bis zu zwei Kilometern um das Wählamt möglich.
Inode will 2004 Fernsehen über IP startenKritik an Regulator und TA
Auch 2005 will Inode schneller wachsen als der Markt. Das hänge aber von einer grundsätzlichen Regulierung des Breitband-Markts ab, die das Unternehmen von der österreichischen Regulierungsbehörde fordert. Weiters wird die Schaffung eines fairen und abgestimmten Preisgefüges für die Bereiche Entbündelung, Wholesale und Retail verlangt.
Auch der Marktführer Telekom Austria wird aufgefordert, die Geschäfte der alternativen Anbieter nicht weiter zu behindern.
"Nach wie vor funktionieren die Abläufe bei Entbündelungen ganz und gar nicht reibungslos. Es ist lächerlich, dass man im Zeitalter des Internets eine Entbündelung auf dem Faxweg beantragen muss. Die enormen Verwaltungskosten, die durch diese veralteten und ineffizienten Abläufe entstehen, müssen letztlich unsere Kunden tragen", führt CEO Michael Gredenberg aus.
