KPN will 8.000 Mitarbeiter abbauen
Der niederländische Telefonkonzern KPN will in den kommenden Jahren 8.000 von 18.000 Arbeitsplätzen streichen. Grund dafür sei der Einbruch im Festnetzbereich, teilte das Unternehmen mit.
KPN wolle sich nun vor allem auf das Geschäft mit Telefon- und sonstigen Diensten im Internet konzentrieren.
Das Unternehmen musste im vergangenen Jahr einen dramatischen Gewinneinbruch von 45 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro hinnehmen, der nach KPN-Angaben zum Teil auf Steuereffekte zurückzuführen ist.
Der Umsatz ging leicht auf 11,73 Milliarden Euro zurück.
Im Schlussquartal 2004 sank der Überschuss gegenüber dem Vorjahr von 1,639 Mrd. Euro auf 479 Mio. Euro. Der Umsatz sank auf 3,05 [Vorjahr 3,114] Mrd. Euro und der operative Gewinn auf 532 [681] Mio. Euro.
KPN - Investor Relations1,7 Mrd. Euro digital investieren
KPN hat sein Geld bisher vor allem mit dem traditionellen Festnetzgeschäft verdient.
Die niederländischen Bürger nutzen inzwischen aber überproportional stark Internet und Mobiltelefone; zwölf Prozent aller Haushalte erledigen nach KPN-Angaben sämtliche Gespräche per Handy.
KPN will sich mit der nun angekündigten Restrukturierung dieser Entwicklung anpassen und für den Ausbau der digitalen Telekommunikation allein in diesem Jahr 1,7 Milliarden Euro ausgeben.
Weil die digitalen Netze weniger Wartung benötigen, sollen bis 2010 jährlich zwischen 1.500 und 1.750 Stellen wegfallen. Entlassungen sollen aber vermieden werden.
