EU berät mit Microsoft-Konkurrenz
Die EU-Kommission hat im Kartellstreit mit Microsoft weiterhin ein strenges Auge auf den weltgrößten Software-Konzern. Derzeit trifft sich die Kommission mit mehreren Mitbewerbern, um herauszufinden, ob Microsoft die Auflagen der EU am Markt auch einhält.
Nach Ende der Anhörungen will die Kommission dann entscheiden, ob weitere Strafen verhängt werden. Diese könnten bis zu fünf Prozent der Tagesumsätze betragen.
Microsoft betonte, dass dieser Schritt der EU völlig logisch sei und derzeit heftig an der Erfüllung der Auflagen gearbeitet wird.
Die EU verhängte im März eine Rekordstrafe von 497 Millionen Euro über Microsoft, weil das Unternehmen seine Monopolstellung beim Betriebssystem ausgenützt und Mitbewerber vom Markt ausgeschlossen hat.
Neuer Name für abgespecktes WindowsMedia-Player und Server-Schnittstellen
Die EU-Kommission hatte Microsoft unter anderem auferlegt, eine Version seines Windows-Betriebssystems ohne den Media Player zu vertreiben.
Microsoft muss zudem Informationen über seine Server-Software mit Konkurrenten teilen, damit deren Systeme mit denen von Microsoft kompatibel sein können.
Microsoft klagte dagegen vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Das Gericht entschied im Dezember 2004 in erster Instanz, dass der Konzern die Auflagen umsetzen muss, obwohl die Berufungsklage läuft.
